27. Mai 2017

Schalotten in Rotwein und Balsamico-Essig - eine raffinierte Beilage zu Grillfleisch





Wir haben die Grillsaison eröffnet! Andere sind wahrscheinlich schon längst mitten drin. Wir sind damit immer ein bisschen in Verzug. Das liegt daran, dass ich, im Gegensatz zum Mann, nicht so sehr der Fan des samstäglichen Grillens bin. Ein paar mal über den Sommer verteilt reichen mir vollkommen. Aber bei dem herrlichen Wetter so viele Tätigkeiten wie möglich nach draußen verlegen, da bin ich dabei. Wenn es nicht mit so viel Aufwand verbunden wäre, würde ich sogar das Bügelbrett in den Garten schleppen.

Dass man im Sommer so viel wie möglich draußen erledigt, kenne ich noch von meinen Tanten. Die waren zum Teil Landfrauen. Da spielte sich sowieso viel draußen ab. In der Erntezeit wurde das Obst und Gemüse, das eingeweckt werden sollte,  am Gartentisch geputzt und geschnippelt.

Hab ich gestern auch gemacht. Nicht eingeweckt. Daran hab ich mich noch nie versucht. Nur vorbereitet. Die Schalotten, die ich für den vom Herrn des Hauses heiß ersehnten Grillabend gebraucht habe, habe ich draußen geschält. Und meine Augen haben kein bisschen getränt. Absolut null. Ob es an der frischen Luft gelegen hat oder daran, dass die Schalotte, die feinere Schwester der ordinären Küchenzwiebel, einen eh nicht so zum Heulen bringt, weiß ich nicht.



Schalotten in Rotwein und Balsamico-Essig gedünstet sind bei allen Familienmitgliedern eine beliebte Beilage. Sie passen besonders gut zu Rind- und Lammfleisch und schmecken warm und kalt. Wenn man Gäste erwartet, kann man sie völlig stressfrei schon ein oder zwei Tage vorher zubereiten. Ungefähr eine Stunde vor dem Essen nehme ich sie aus dem Kühlschrank. Wenn sie nicht ganz so kalt sind, schmecken sie besser.

Ihr wollt jetzt unbedingt das Rezept? Bitteschön.
Das sind die Zutaten:

- etwas Öl zum Anbraten
- 400g Schalotten
- Pfeffer, etwas Salz
- 1 Esslöffel braunen Zucker
- einen guten Schuss Balsamico-Essig
- 250 ml Rotwein

Und so wird's gemacht:

Die Schalotten im heißen Öl anbraten, bis sie leicht gebräunt sind.
Dann salzen und pfeffern.
Den Zucker zugeben und schmelzen lassen.
Mit einem guten Schuss Balsamico-Essig ablöschen.
Wenn der Essig etwas eingekocht ist, den Rotwein dazugeben.
Jetzt soweit einkochen lassen, bis die Rotweinsoße sirupartig wie flüssige Marmelade ist. Dann ist das Gericht fertig.
Kleinere Zwiebeln fische ich schon etwas früher raus, damit sie nicht so zerkochen. 





Um die Flüssigkeiten einkochen zu lassen, muss der Topf offen bleiben. Ich weiß, versierten Köchen und Köchinnen ist das klar. Ich sag es nur noch mal zur Sicherheit für Kochneulinge.





19. Mai 2017

Einzelne Blütenstiele perfekt arrangieren - meine Errungenschaft vom Pottbäckermarkt

Kennt ihr das? Ihr werkelt im Garten und bei einer Unachtsamkeit bricht eine wunderschöne Blüte ab. Auf den Kompost schmeißen geht natürlich gar nicht! Eine einzelne Blüte macht aber in einer kleinen Vase nicht so richtig was her. Oder ihr hättet gerne was Blühendes im Haus, wollt aber nicht gleich einen üppigen, teuren Strauß kaufen.

Neulich war bei uns Pottbäckermarkt. Pottbäcker sind auf hochdeutsch die Töpfer. Ich wollte dort eigentlich nichts kaufen. Nur gucken. Bis ich den Stand mit den Blumensteinen entdeckte. Die Idee ist aber auch so genial! Blumensteine sind kleine, getöpferte Dinger mit einem Loch in der Mitte, das einzelnen, auch längeren Blütenstielen Halt gibt. In eine normal große Glasvase gestellt, werden so die Blüte wie auch der Stein perfekt in Szene gesetzt. 

Abgebrochen ist mir nur die Akelei. Der, die oder das Allium stand ganz versteckt hinterm Sommerflieder und kam dort überhaupt nicht zur Geltung. Also durfte er mit ins Haus. Der Flieder musste mit, weil sich mit ihm so schön drei unterschiedliche Blütenformen vereinen. 




Verlinkt bei Holunderbluetchen

18. Mai 2017

Sommerliche Gemüsepfanne - den sonnigen Süden auf den Teller gepackt




Jetzt gibt es wieder Gemüse, dass nach Sommer und Sonne schmeckt. Tomaten in guter Qualität, Paprika, Zucchini, Kräuter in Hülle und Fülle. Es macht wieder Spaß über den Wochenmarkt zu laufen und sich inspirieren zu lassen, was man kochen könnte. Das mach ich sowieso ganz oft. Ich gehöre leider selten zu denen, die überlegen, was sie kochen wollen und dann die Zutaten einkaufen. Ich laufe oft erst los, gucke was es alles gibt und entscheide dann, was ich koche.
Und ich koche aus dem Bauch raus. Wenn es lecker war und ich nach dem Rezept gefragt werde, muss ich passen. Ganz genau so schmeckt das gleiche Essen nie wieder.

Bei dieser Gemüsepfanne habe ich mal dran gedacht zu zählen und abzuwiegen. Sie ist relativ fix gemacht (abgesehen von ein bisschen Schnippelei) und das perfekte Essen für warme Sommertage. Als Beilage passt Reis, Baguette oder Ciabatta. Wenn man stattdessen einen guten Rotwein wählt, ist es wieder low carb :).





Hier das Rezept für 4 Personen:

- 4 Zwiebeln
- 4 Knoblauchzehen
- 3 Zucchini
- 2 Paprika
- 500 g Tomaten
- 2-3 Esslöffel Balsamico-Essig
- Salz, Pfeffer
- Öl zum Anbraten*
- Kräuter nach Belieben (bei mir war es Oregano)

Jetzt muss alles klein geschnitten werden. Kriegt ihr ohne Anleitung hin oder?

Die Zwiebeln in heissem Öl andünsten. 
Knoblauch dazugeben und kurz mitdünsten.
Dann das Gemüse dazu.
Salzen, pfeffern und den Balsamico dazugeben.
Schmoren, bis das Gemüse bissfest ist.
Getrocknete Kräuter werden mitgeschmort, frische Kräuter gibt man zum Schluss dazu.

Das war's. Ein bisschen Parmesan drüberhobeln und man hat die Farben Italiens auf dem Teller.

*Noch ein Wort zum Öl.
Wenn man Olivenöl zum Braten nimmt, muss es raffiniertes Öl sein. Natives Öl ist nicht hitzestabil. Auch kaltgepresste Öle sind nicht hoch erhitzbar und eignen sich nicht zum Braten. Alle hochwertigen, gesunden Öle gehören in den Salat und nicht in die Pfanne.





Das nächste Mal werde ich keinen Parmesan drüberstreuen, sondern Feta drunter mischen. Dann werde ich allerdinges den Balsamico weglassen. Evtl. könnte man statt dessen für die fruchtige Note etwas Zitrone dazugeben. Die nächste Gemüsepfanne wird also wieder etwas anders schmecken.














12. Mai 2017

Rostdeko für den Garten ganz einfach selber machen






Bäume und Sträucher geben dem Garten Struktur. Blumen verleihen der Seele Flügel. Deko-Objekte setzen Akzente und runden das Gartenbild ab.

Ich mag Gartendeko nur in dezenten Farben, damit den Blumen nicht die Schau gestohlen wird. Alte, rostige Gartenwerkzeuge, die nicht mehr in Gebrauch sind, eigenen sich dafür prima. Wenn man so etwas nicht hat, kein Problem. Mit Rosteffektfarbe aus der Sprühdose kann man selbst Plastikgegenstände im handumdrehen in rostige Gartendeko verwandeln. Mein erster Versuch war diese kleine, quietschgelbe Gießkanne aus Blech. 




Ich empfehle das unbedingt draußen zu machen, sonst hat man am Ende rostigen Parkettboden oder eine rostige Couch. Damit die Farbe auch dahin kommt, wo sie hin soll, sollte es möglichst windstill sein. Untergelegte Zeitung schützt den Rasen oder die Terrasse.
Die Farbdose muss 3 Minuten geschüttelt werden, bevor man loslegen kann. Dann alles gleichmäßig einsprühen und trocknen lassen. 

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man weniger Farbe verbraucht, wenn man nicht den Finger drauf hält, bis alles mit Farbe überzogen ist, sondern mehrmals kurz sprüht. So vermeidet man auch unschöne Laufnasen.




Das umgefärbte Objekt ist danach nicht einfach nur rostbraun, sondern hat - ähnlich wie bei echtem Rost - eine matte, etwas grober strukturierte Oberfläche. 






Verlinkt bei Ein Fachwerkhaus im Grünen und Blogsommer


5. Mai 2017

Fröhliche Farben gegen den Schlechtwetterblues





Beim Discounter sind die Blumen taktisch klug kurz vorm Kassenband drapiert. Sozusagen die Quengelware für die Frau. Ich bin das gefundene Fressen. 
Heute war schon wieder so ein trüber, grauer Tag, und die Gerbera haben mich förmlich angestrahlt. Durften selbstverständlich in den Einkaufswagen und mit zu mir nach Hause.
Ich habe sie in Steckmasse drapiert und die Stellen, wo noch Steckmoos zu sehen war, mit Efeu von der Garagenwand kaschiert. Die Efeutute, die schon bis auf den Boden hing, habe ich endlich mal abgeschnitten, aussen rum gewunden und fertig. 











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