26. Februar 2017

Nähzimmer aufräumen - a never ending story

Gute Vorsätze fürs neue Jahr nehme ich mir schon lange nicht mehr vor. Ich muss also auch im Januar oder Februar kein schlechtes Gewissen haben, dass ich irgendeinen Vorsatz nicht geschafft und durchgehalten habe. Für 2017 hatte ich allerdings einen klitzekleinen Vorsatz - ich will, dass mein Nähzimmer immer aufgeräumt ist.

Eine Grundordnung ist absolut vorhanden. Die Häufchen, die da rumliegen, sind Häufchen mit Sinn. Geordnete Häufchen. Nach Projekten sortiert. 

Aber dieses Jahr will ich nicht nur eine für mich erkennbare Ordnung, sondern eine vorzeigbare Ordnung. Wenn ich wieder mehrere Sachen gleichzeitig in der Mache habe, will ich nicht erst noch meine Stoffzuschnitte von der Gästecouch räumen müssen, damit da auch tatsächlich ein Gast drauf nächtigen kann. 
Ich will eine gemütliche Ordnung. Obwohl ich finde, dass Chaos durchaus sehr gemütlich sein kann. Wo es ein bisschen chaotisch ist, sieht man eben, dass da gelebt wird. 
Nein, dieses Jahr will ich keine chaotische Gemütlichkeit, sondern eine, wo nichts rumliegt, was ich gerade nicht brauche. Eine Gemütlichkeit, wo ich mit der Tochter, die gerade zu Besuch ist und mir bei der Arbeit zusieht, gemütlich bei einer Tasse Kaffee/Tee quatschen kann. Ich will, dass der Nähtisch clean ist. Dass ich in die Hände spucken und sofort loslegen kann, ohne erst beiseite räumen zu müssen, wo ich gerade nicht dran arbeite.





Das durchzuziehen erfordert eine gehörige Portion Konsequenz. Da schwächel ich noch. 
Mein Chaos hat sich aber zum Glück immer nur auf die offen sichtbaren Flächen beschränkt. In Kommoden, Schubladen und sonstigen Ablagesystemen herrscht Ordnung, und ich habe mit einem Griff was ich brauche. Auch Papierkram wird umgehend abgeheftet. Da kann mir keiner was vorwerfen.

Damit nichts vollstauben kann, bewahre ich so viel wie möglich in Kommoden, Schubladen und geschlossenen Kisten auf. Ich besitze allerdings auch keine Stoffvorräte, die jedem Stoffladen Konkurrenz machen könnten. Ich kaufe Stoff, wenn ich auch weiß, was ich damit machen will. Meistens. Größere Stoffstücke werden auf Pappe gewickelt und hochkant in die Schublade gestellt. So sehe ich auf einen Blick, was noch da ist. Kleinere Reste kommen in Klarsichthüllen.



Und auch wenn ein Garnrollenhalter, den man sich an die Wand hängen kann, das Nähzimmer dekoriert, bringe ich mein Garn lieber staubgeschützt in einer Schublade unter. 
Für meinen Garnrollenhalter der Marke Eigenbau habe ich in unserem Restefundus noch ein passendes Brett gefunden, ein paar lange Nägel reingehauen und fertig.
Die Nägel halten die Garnrollen. Nichts kann umkippen, durcheinander purzeln und verwurschteln. Unter die Garnrollen passen auch noch die jeweiligen Spulen, so dass schön zusammen ist, was zusammen gehört. 




Nähfüße, die ich häufig brauche, sind nicht in der Schublade untergebracht. Sie stehen griffbereit in einem Teelichtglas neben der Nähmaschine.



Ich bin sowieso ein absoluter Fan der Zweckentfremdung von Dingen, die sonst nur noch ungenutzt rumstehen würden. Und Teelichtgläser gibt es bei uns genug. Ein weiteres Kerzenglas, das uns nicht mehr die dunklen Abende erhellt, leistet mir als Fadensammler noch gute Dienste.



Was aber nach dem Aufräumen das Allerbeste ist - um das ganze Gefussel auf dem Fußboden kümmert sich unser Saugroboter. So toll!

14. Februar 2017

Ein Sportbeutel für die Yogastunde

Manchmal ist es einfach praktisch, wenn man unterwegs die Hände frei hat. Deshalb wurde für die wöchentliche Yogastunde ein richtiger Sportbeutel, den man auf dem Rücken trägt, gewünscht. Die Stoffauswahl war schnell getroffen. Diese kräftigen, bunten Farben sollten es sein. Nein, dieser Sportbeutel ist kein Leisetreter.









Von dem gestreiften Stoff gab es kurioserweise zwei Ballen mit zwei unterschiedlichen Preisen. Ich hätte ja schwören können, dass sich der teurer ausgepreiste Stoff irgendwie weicher und griffiger anfühlt. Eben teurer. Die Verkäuferin versicherte uns aber, dass es sich um zwei absolut identische Stoffe handelt. Für den Preisunterschied hatte sie auch keine Erklärung. Wie gesagt, ich hätte schwören können... Was einem der Kopf doch manchmal für einen Streich spielt. 

Damit es nicht nur ein labberiger Beutel wird, habe ich Vlieseline H640 aufgebügelt. Das sorgt für etwas Stand und eine angenehme Haptik.
Außen habe ich ein zusätzliches Reißverschlussfach für Schlüssel und Portemonnaie angebracht.




Ich werfe auch kleinere Stoffreste nicht weg. Für solche Kleinteile lassen die sich noch gut verwenden.




Es ist nicht nur ein Yogabeutel. Auch als Übernachtungsbeutel für ein bis zwei Nächte leistet er gute Dienste.


Verlinkt bei Katharina und Katharina.






1. Februar 2017

Gemüsebrühe ohne bedenkliche Zusatzstoffe - ganz einfach selber machen

Da steht man am Herd, schnippelt und rührt und brutzelt, kriegt aber keinen Geschmack ans Essen. Irgendwie fehlt der Pfiff. Aber was kann man noch reinkloppen? Salz und Pfeffer ist genug drin.
Ein Löffel Gemüsebrühe und schwupps - schmeckts gleich ganz anders. Besonders zu Suppen und Eintöpfen passt Gemüsebrühe hervorragend. Damit man sie bevorraten kann, eignet sich getrocknete Brühe im Glas perfekt.




Auch wenn es bequem ist fertige Brühe zu kaufen, den leckeren Geschmack kriegt die industriell hergestellte Brühe hauptsächlich durch gesundheitlich bedenkliche, künstliche Geschmacksverstärker. Die sind auf der Zutatenliste gleich am Anfang aufgeführt. Die natürlichen Geschmacksgeber wie Gemüse und Kräuter stehen ziemlich am Ende. Die Zutaten sind in der Reihenfolge ihres Gewichtsanteils aufgelistet. Das heißt also, von den natürlichen Zutaten ist wenig drin, von den ungesunden, überflüssigen dagegen reichlich.

Weil ich keine Lust mehr habe, mir irgendwelches chemisches und mit Füllstoffen angereichertes Zeug einzuverleiben, mach ich mir meine Brühe selbst. 
Außer dem klassischen Suppengemüse, Zwiebeln und Kräutern braucht man noch einen Backofen und einen Mixer.

Ich nehme für meine hausgemachte Brühe

• 1 Knolle Sellerie
• 4 - 6 Möhren
• 4 - 6 Zwiebeln
• Liebstöckel und Petersilie nach Lust, Laune und Verfügbarkeit
   (auch Tomaten und Pilze passen gut)

Das Gemüse hobeln oder mit einem scharfen Messer in möglichst dünne Scheiben schneiden und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten. (Bei der angegebenen Menge braucht man mehr als ein Blech oder man trocknet in mehreren Durchläufen). Bei ca. 80 Grad im Ofen trocknen.
Einen Kochlöffel zwischen die Ofentür klemmen, damit die einen Spalt offen bleibt und die Feuchtigkeit entweichen kann.

Die Gemüsescheiben zwischendurch wenden, damit alles schön gleichmäßig trocknet. Wenn es beim Durchmischen raschelt, ist der Trockenvorgang beendet.



Die getrockneten Zutaten im Mixer schreddern und in Schraubgläser füllen. Da durch den Entzug der Feuchtigkeit nichts schimmeln kann, ist die Brühe nahezu unbegrenzt haltbar. Einen kleinen Vorrat herstellen, und man kann auf Maggi und Co. getrost verzichten.

Da ich das mittlerweile regelmäßig mache, habe ich mir einen Dörrautomat angeschafft. Der nimmt zwar in der Küche Platz weg, dafür ist aber der Backofen nicht blockiert. Und man kann ja nicht nur Suppengemüse trocknen. Selbst getrocknetes Obst ist auch was Wunderbares. Probiert mal getrocknete Ananas - superlecker.