23. Juni 2017

Kennt ihr Mispeln? Ein unglaublich leckeres Obst - ob zum so essen oder als schnelles Dessert




Ich kaufe gern beim Türken ein. Leider ist der bei uns nicht nur mal schnell um die Ecke. Aber wenn ich gerade in der Nähe bin, statte ich dem Laden immer einen Besuch ab. Man bekommt Obst und Gemüse in guter Qualität, eine schöne Auswahl an Lammfleisch und frische Kräuter zu sensationell günstigen Preisen. 

Neulich habe dort ich in der Obstauslage Mispeln entdeckt. Kannte ich bisher nicht. Da ich aber neugierig bin, habe ich natürlich welche gekauft. 

Es handelt sich hierbei um die japanische Wollmispel, einer Sommerfrucht, die von Mai bis Juni geerntet wird. Nicht zu verwechseln mit der echten Mispel, die erst nach dem Frost genießbar ist.

Das Aussehen erinnert an Aprikosen. Die Früchte müssen geschält werden, da die Schale recht zäh und ledrig ist. Man kann die Schale einfach mit dem Messer abziehen. Das geht ganz leicht. Im Innern befinden sich zwei glatte, braune Kerne, ungefähr in der Größe von Mandeln. Kleine, braune Flecken auf der Schale sind kein Qualitätsmangel, sondern ein Zeichen für den perfekten Reifegrad. 






Der Geschmack ist - ja wie soll ich den beschreiben - irgendwo zwischen Aprikose und Nektarine mit einem ausgewogenen Verhältnis von fruchtiger Säure und angenehmer Süße. Unbeschreiblich lecker!

Momentan ist ja so heiß, dass man am liebsten nur was Kaltes essen mag. Statt Eis gibt es bei uns heute mal griechischen Joghurt mit Honig und dazu gedünstete Mispeln.

Die Mispeln habe ich gepellt und halbiert. (Ringsum einritzen und dann die beiden Hälften gegeneinander drehen). Das Häutchen, das sich unter den Kernen befindet, habe ich mit einem spitzen Messer entfernt. 
Anschließend habe ich ein bisschen Butter in einer beschichteten Pfanne zerlassen und für die karamellige Note etwas braunen Zucker darin schmelzen lassen. Dann habe ich die Mispeln von beiden Seiten leicht angebräunt und bei geschlossenem Deckel knapp weich gedünstet. Ein mitgedünsteter Rosmarinzweig gibt dem Ganzen ein schönes Aroma.

Dann habe ich einfach Joghurt auf einen Teller gegeben, mit Honig berträufelt, die Mispeln dazu und fertig. Ist wirklich fix gemacht und auch bei großer Hitze noch problemlos zu bewerkstelligen. 






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20. Juni 2017

Meine blumige Sommertasche

Ich war auf der Suche nach einer Tasche im sommerlichen Look. Bis dahin besaß ich nur Taschen in dunklen Farben. Also eher für die dunklere Jahreszeit passend. 
Auf einem meiner Ausflüge ins Stoffhaus stach mir dieser farbenfrohe Blumenstoff ins Auge und es war klar, die Tasche wird selbst gemacht und zwar aus genau diesem Stoff.




Der Schnitt sollte schlicht und einfach sein. Einfache Schnitte kann ich selbst anfertigen. So kann ich die Größe auch meinen Anforderungen anpassen. Reinpassen müssen Geldbeutel, Schlüssel, Handy, Taschentücher, Kopfschmerztabletten, Blasenpflaster, normales Pflaster, Kugelschreiber, Labello, u.U. noch Geldbeutel und Schlüssel von Begleitpersonen. Je nach Wetterlage müssen auch noch ein Regenschirm, eine leichte Jacke, falls es kühler wird, und auf jeden Fall ein Einkaufsbeutel mit. Ich glaube, das war's dann auch schon :-).

Um alles geschützt spazieren tragen zu können, brauchte die Tasche einen Reißverschluss. Ich wollte unbedingt eine Tasche mit einem tiefer gelegten Reißverschluss. Dafür habe ich eine Weile googeln und tüfteln müssen, bis ich endlich kapiert habe, wie das geht. Dabei ist das eigentlich gar nicht so schwer.

Damit der Henkel nicht so labberig wird, habe ich hier zusätzlich H630 aufgebügelt. Bei der Dicke des Stoffes hätte ich das besser lassen sollen. Letztendlich ist der Henkel so dick geworden, dass ich ihn nur mit Ach und Krach durch den Schieber fädeln konnte.

Verstärkt habe ich die Tasche mit Soft & Stable. Das ist mit Jersey laminierter Schaumstoff. Ein tolles Material. Weich und flexibel und trotzdem wunderbar stabil. Empfohlen wird normalerweise Vlieseline und Schabrackeneinlage. Aber mit dem Ergebnis war ich nie richtig zufrieden. Mit Soft & Stable dagegen erhalten meine Taschen endlich ausreichend Stand. Ich kann es nur empfehlen.    











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15. Juni 2017

Der Buchsbaumzünsler schlägt gnadenlos zu. Ist der Buchs noch zu retten?




Habt ihr in eurem Garten auch Buchs? Und, wie sieht er aus? Voll im Saft, perfekt grün, ein Zeugnis eures grünen Daumens? Oder so wie bei mir, braun und kahlgefressen, ein Bild des Jammers?

Besonders in NRW macht seit ein paar Jahren ein kleiner, eher unscheinbarer Falter dem Buchs das Leben schwer - der Buchsbaumzünsler. Dieses kleine Biest legt dreist seine Eier in den Blättern ab. Sind die Raupen geschlüpft, fressen sie erst die Blätter und schließlich auch die Rinde der Ästchen. Wenn es so weit gekommen ist, ist eigentlich nichts mehr zu retten. Man muss reagieren, sobald man die allerersten Fraßstellen entdeckt. Die Raupen und Gespinste mit den Eiern müssen komplett entfernt werden. 
Der Handel bietet selbstverständlich chemische Spritzmittel, die Eier und Raupen abtöten sollen. Wie ihr wisst, bin ich kein Freund solcher Mittel. Sie scheinen den Zünsler auch nicht so richtig zu beeindrucken. Bei allen Bekannten, die sie angewendet haben, liegt der Buchs trotzdem im Sterben.

Besser, ihr sammelt die Gespinste mit den Eiern und die Raupen gründlich ab. Oder ihr macht es wie ich - einfach und schnell mit dem Staubsauger. Wenn euch die Nachbarn komisch angucken, was soll's. Umweltschützer stehen da doch drüber.

Aber wie gesagt, man muss schnell reagieren. Bei mir blieb der Zünsler leider unentdeckt und hat meine Buchskugeln quasi über Nacht großflächig kahl gefressen. Ich hätte heulen können! Gott sei dank ist wenigstens die Hecke ist verschont geblieben.





Ohne große Hoffnung, noch was zu retten, habe ich die Buchskugeln weit ins Holz zurück geschnitten. Danach haben sie so richtig jämmerlich ausgesehen. So jämmerlich, dass ich vier Stück ziemlich bald entsorgt habe. Nur die ganz großen Kugeln, um die hat es mir zu leid getan. Die habe ich erstmal stehen lassen. Alle haben geunkt, dass das nichts mehr wird. 

Pah! Es ist was geworden! Er ist wieder ausgetrieben! Mein Gärtnerherz hat vor Freude Purzelbäume geschlagen.
Ich fürchte allerdings, auf lange Sicht wird es schwer, Buchs im Garten zu halten. Man hört immer öfter, dass die Leute keine Lust mehr haben, die Pflanzen ständig zu beobachten und gegen die Viecher anzukämpfen. Auch ich schaue mich so langsam schon mal nach Alternativen um. 









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9. Juni 2017

Gärtnern ohne Gift und Chemie - und siehe da, die Natur hilft sich selbst





Letzte Woche habe ich an unserem Hibiskus dicke Lauskolonien entdeckt!!! So richtig viele. An fast jedem Zweig klebten die Viecher.  




Die chemische Keule kommt bei mir im Garten nicht zum Einsatz. Dass ich auf sanfte und umweltverträgliche Mittel bei Pflanzenschädlingen und Blattkrankheiten setze, habe ich schon mal geschrieben. Blattläuse streife ich einfach mit den Fingern ab. Ja, das ist ein bisschen eklig. Wollte ich auch dieses Mal machen, habe aber gerade noch rechtzeitig gesehen, dass die Gartenpolizei schon da war. Eine stattliche Anzahl Marienkäfer tummelte sich auf den Blättern! Was habe ich mich gefreut! Zum einen finde ich Marienkäfer richtig schön. Zum anderen vertilgen diese kleinen Krabbeltiere Unmengen von Blattläusen. Und meine Käferchen haben ganze Arbeit geleistet. Als ich am nächsten Morgen den Strauch kontrolliert habe, war keine einzige Blattlaus mehr zu sehen.




Ich wünsche mir, dass jeder Gartenbesitzer auf chemische Mittel verzichtet. Insektengifte bekämpfen nicht nur die Schädlinge. Fressfeinde von Blattläusen und Schnecken nehmen das Gift zwangsläufig ebenso zu sich und verenden.

Man kann mit einfachen Mitteln so viel tun, damit sich nützliche Gartenbewohner wohl fühlen. In Gärten, wo hinter akkurat gestochenen Rasenkanten nur grüne Strächer wachsen, werden sich aber kaum Nützlinge ansiedeln. Wo nichts blüht, sich kein noch so kleines Unkraut aus der Erde wagt, finden Bienen, Hummeln und Schmetterlinge keinen Nektar.
Wenn im Herbst alles Abgeblühte weggeschnitten und entsorgt und der Garten genauso aufgeräumt wird wie das Wohnzimmer, finden Käfer oder Igel keinen geschützten Unterschlupf. Für mich hat so ein Garten auch einfach keinen Charme. Ich liebe es bunt und durchaus auch ein bisschen kruschtelig.

Im Winter hält man sich sowieso nicht im Garten auf. Da stört es doch auch nicht, wenn Abgestorbenes stehen bleibt und in irgendeiner Ecke Laub- und Reisighaufen liegen. Gartenbewohnern hilft es ungemein. Sie können sich darin verkriechen, sind vor Kälte und Nässe geschützt und kommen unbeschadet durch den Winter.

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2. Juni 2017

Sichtschutz am Gartenzaun - auch Frau kann handwerken




Unsere Ligusterhecke am Gartenzaun ist durch unseren etwas dilettantischen Schnitt derart aus der Form geraten, dass wir uns entschlossen haben, sie weit runter zu schneiden und neu aufzubauen. Die Idee war, sie erst auf der Außenseite des Zauns zu schneiden. Wenn diese Seite wieder ausreichend nachgewachsen ist, wollten wir die Innenseite schneiden. So würde der verbleibende Rest der Hecke uns weiterhin Sichtschutz bieten. 
Soweit die Idee. Hat aber nicht funktioniert. Die Außenseite wächst leider nicht so schnell und und dicht wie erhofft. Und die Innenseite war inzwischen teilweise so krakelig, dass ich sie auch nicht mehr stehen lassen wollte. Sichtschutz sieht anders aus. Meinen Mann stört das weniger. Aber ich möchte, wenn ich im Garten sitze, nicht jedem, der vorbei läuft, zuwinken können.




Eine Alternative musste also her. Auf meinen Streifzügen durch die Baumärkte habe ich außer Weidenmatten nichts gefunden. Weidenmatten mag ich nicht.
Fündig geworden bin ich letztendlich bei Pinterest. Dort habe ich solch Fake-Nistkästen gefunden und entschieden "Jo, das isses!" Holz, Farbe und Holzleim gekauft und dann die Bretter zugeschnitten. Ich habe zum allerersten Mal mit Stichsäge und Forstnerbohrer gearbeitet und es hat unglaublichen Spaß gemacht!

Lackiert habe ich mit Fensterlack. Was Fensterrahmen schützt, die Wind und Wetter ausgesetzt sind, schien mir auch für meine Zwecke die geeignete Farbe.

Eine Schikane, die ein bisschen Nerven gekostet hat, war das Aufkleben der Dächer. Ich habe mich für wasserfesten Holzleim entschieden. Die Dinger werden ja schließlich hier und da nass regnen. Der wasserfeste Leim trocknet sehr langsam.
Die Holzteile müssen fünfzehn Minuten aufeinander gepresst werden, bis der Leim soweit abgebunden hat, dass man loslassen kann. Es gibt auch schnelltrocknenden Holzleim. Bei dem muss man die zu klebenden Teile nur relativ kurz fixieren. Der war mir aber zu teuer. Ich habe mir gedacht, eine Viertelstunde festhalten kann ja kein großes Problem sein. Ein ganz blöder Gedanke. 
Fünfzehn Minuten können ganz schön lang werden. Das ein oder andere Mal habe ich die Zeit abgekürzt und prompt Lehrgeld gezahlt. Obwohl ich die Stelen in Schräglage gebracht habe damit die Dächer einigermaßen waagerecht liegen, sind sie abgerutscht und ich musste den Mist nochmal machen wieder von vorn anfangen.


Bis auf das Schwedenrot habe ich die Farben selbst gemischt. Dieses himmlische Kackbraun habe ich auch zusammengerührt. Ich hätte vielleicht doch besser Profis mischen lassen sollen. Egal. Das bleibt jetzt so. Die Deko-Vögelchen sollen von der nicht so gelungenen Farbe etwas ablenken.







Blickdicht ist es zwar nicht, aber man sitzt nicht ganz so auf dem Präsentierteller.

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27. Mai 2017

Schalotten in Rotwein und Balsamico-Essig - eine raffinierte Beilage zu Grillfleisch





Wir haben die Grillsaison eröffnet! Andere sind wahrscheinlich schon längst mitten drin. Wir sind damit immer ein bisschen in Verzug. Das liegt daran, dass ich, im Gegensatz zum Mann, nicht so sehr der Fan des samstäglichen Grillens bin. Ein paar mal über den Sommer verteilt reichen mir vollkommen. Aber bei dem herrlichen Wetter so viele Tätigkeiten wie möglich nach draußen verlegen, da bin ich dabei. Wenn es nicht mit so viel Aufwand verbunden wäre, würde ich sogar das Bügelbrett in den Garten schleppen.

Dass man im Sommer so viel wie möglich draußen erledigt, kenne ich noch von meinen Tanten. Die waren zum Teil Landfrauen. Da spielte sich sowieso viel draußen ab. In der Erntezeit wurde das Obst und Gemüse, das eingeweckt werden sollte,  am Gartentisch geputzt und geschnippelt.

Hab ich gestern auch gemacht. Nicht eingeweckt. Daran hab ich mich noch nie versucht. Nur vorbereitet. Die Schalotten, die ich für den vom Herrn des Hauses heiß ersehnten Grillabend gebraucht habe, habe ich draußen geschält. Und meine Augen haben kein bisschen getränt. Absolut null. Ob es an der frischen Luft gelegen hat oder daran, dass die Schalotte, die feinere Schwester der ordinären Küchenzwiebel, einen eh nicht so zum Heulen bringt, weiß ich nicht.



Schalotten in Rotwein und Balsamico-Essig gedünstet sind bei allen Familienmitgliedern eine beliebte Beilage. Sie passen besonders gut zu Rind- und Lammfleisch und schmecken warm und kalt. Wenn man Gäste erwartet, kann man sie völlig stressfrei schon ein oder zwei Tage vorher zubereiten. Ungefähr eine Stunde vor dem Essen nehme ich sie aus dem Kühlschrank. Wenn sie nicht ganz so kalt sind, schmecken sie besser.

Ihr wollt jetzt unbedingt das Rezept? Bitteschön.
Das sind die Zutaten:

- etwas Öl zum Anbraten
- 400g Schalotten
- Pfeffer, etwas Salz
- 1 Esslöffel braunen Zucker
- einen guten Schuss Balsamico-Essig
- 250 ml Rotwein

Und so wird's gemacht:

Die Schalotten im heißen Öl anbraten, bis sie leicht gebräunt sind.
Dann salzen und pfeffern.
Den Zucker zugeben und schmelzen lassen.
Mit einem guten Schuss Balsamico-Essig ablöschen.
Wenn der Essig etwas eingekocht ist, den Rotwein dazugeben.
Jetzt soweit einkochen lassen, bis die Rotweinsoße sirupartig wie flüssige Marmelade ist. Dann ist das Gericht fertig.
Kleinere Zwiebeln fische ich schon etwas früher raus, damit sie nicht so zerkochen. 





Um die Flüssigkeiten einkochen zu lassen, muss der Topf offen bleiben. Ich weiß, versierten Köchen und Köchinnen ist das klar. Ich sag es nur noch mal zur Sicherheit für Kochneulinge.





19. Mai 2017

Einzelne Blütenstiele perfekt arrangieren - meine Errungenschaft vom Pottbäckermarkt

Kennt ihr das? Ihr werkelt im Garten und bei einer Unachtsamkeit bricht eine wunderschöne Blüte ab. Auf den Kompost schmeißen geht natürlich gar nicht! Eine einzelne Blüte macht aber in einer kleinen Vase nicht so richtig was her. Oder ihr hättet gerne was Blühendes im Haus, wollt aber nicht gleich einen üppigen, teuren Strauß kaufen.

Neulich war bei uns Pottbäckermarkt. Pottbäcker sind auf hochdeutsch die Töpfer. Ich wollte dort eigentlich nichts kaufen. Nur gucken. Bis ich den Stand mit den Blumensteinen entdeckte. Die Idee ist aber auch so genial! Blumensteine sind kleine, getöpferte Dinger mit einem Loch in der Mitte, das einzelnen, auch längeren Blütenstielen Halt gibt. In eine normal große Glasvase gestellt, werden so die Blüte wie auch der Stein perfekt in Szene gesetzt. 

Abgebrochen ist mir nur die Akelei. Der, die oder das Allium stand ganz versteckt hinterm Sommerflieder und kam dort überhaupt nicht zur Geltung. Also durfte er mit ins Haus. Der Flieder musste mit, weil sich mit ihm so schön drei unterschiedliche Blütenformen vereinen. 




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18. Mai 2017

Sommerliche Gemüsepfanne - den sonnigen Süden auf den Teller gepackt




Jetzt gibt es wieder Gemüse, dass nach Sommer und Sonne schmeckt. Tomaten in guter Qualität, Paprika, Zucchini, Kräuter in Hülle und Fülle. Es macht wieder Spaß über den Wochenmarkt zu laufen und sich inspirieren zu lassen, was man kochen könnte. Das mach ich sowieso ganz oft. Ich gehöre leider selten zu denen, die überlegen, was sie kochen wollen und dann die Zutaten einkaufen. Ich laufe oft erst los, gucke was es alles gibt und entscheide dann, was ich koche.
Und ich koche aus dem Bauch raus. Wenn es lecker war und ich nach dem Rezept gefragt werde, muss ich passen. Ganz genau so schmeckt das gleiche Essen nie wieder.

Bei dieser Gemüsepfanne habe ich mal dran gedacht zu zählen und abzuwiegen. Sie ist relativ fix gemacht (abgesehen von ein bisschen Schnippelei) und das perfekte Essen für warme Sommertage. Als Beilage passt Reis, Baguette oder Ciabatta. Wenn man stattdessen einen guten Rotwein wählt, ist es wieder low carb :).





Hier das Rezept für 4 Personen:

- 4 Zwiebeln
- 4 Knoblauchzehen
- 3 Zucchini
- 2 Paprika
- 500 g Tomaten
- 2-3 Esslöffel Balsamico-Essig
- Salz, Pfeffer
- Öl zum Anbraten*
- Kräuter nach Belieben (bei mir war es Oregano)

Jetzt muss alles klein geschnitten werden. Kriegt ihr ohne Anleitung hin oder?

Die Zwiebeln in heissem Öl andünsten. 
Knoblauch dazugeben und kurz mitdünsten.
Dann das Gemüse dazu.
Salzen, pfeffern und den Balsamico dazugeben.
Schmoren, bis das Gemüse bissfest ist.
Getrocknete Kräuter werden mitgeschmort, frische Kräuter gibt man zum Schluss dazu.

Das war's. Ein bisschen Parmesan drüberhobeln und man hat die Farben Italiens auf dem Teller.

*Noch ein Wort zum Öl.
Wenn man Olivenöl zum Braten nimmt, muss es raffiniertes Öl sein. Natives Öl ist nicht hitzestabil. Auch kaltgepresste Öle sind nicht hoch erhitzbar und eignen sich nicht zum Braten. Alle hochwertigen, gesunden Öle gehören in den Salat und nicht in die Pfanne.





Das nächste Mal werde ich keinen Parmesan drüberstreuen, sondern Feta drunter mischen. Dann werde ich allerdinges den Balsamico weglassen. Evtl. könnte man statt dessen für die fruchtige Note etwas Zitrone dazugeben. Die nächste Gemüsepfanne wird also wieder etwas anders schmecken.














12. Mai 2017

Rostdeko für den Garten ganz einfach selber machen






Bäume und Sträucher geben dem Garten Struktur. Blumen verleihen der Seele Flügel. Deko-Objekte setzen Akzente und runden das Gartenbild ab.

Ich mag Gartendeko nur in dezenten Farben, damit den Blumen nicht die Schau gestohlen wird. Alte, rostige Gartenwerkzeuge, die nicht mehr in Gebrauch sind, eigenen sich dafür prima. Wenn man so etwas nicht hat, kein Problem. Mit Rosteffektfarbe aus der Sprühdose kann man selbst Plastikgegenstände im handumdrehen in rostige Gartendeko verwandeln. Mein erster Versuch war diese kleine, quietschgelbe Gießkanne aus Blech. 




Ich empfehle das unbedingt draußen zu machen, sonst hat man am Ende rostigen Parkettboden oder eine rostige Couch. Damit die Farbe auch dahin kommt, wo sie hin soll, sollte es möglichst windstill sein. Untergelegte Zeitung schützt den Rasen oder die Terrasse.
Die Farbdose muss 3 Minuten geschüttelt werden, bevor man loslegen kann. Dann alles gleichmäßig einsprühen und trocknen lassen. 

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man weniger Farbe verbraucht, wenn man nicht den Finger drauf hält, bis alles mit Farbe überzogen ist, sondern mehrmals kurz sprüht. So vermeidet man auch unschöne Laufnasen.




Das umgefärbte Objekt ist danach nicht einfach nur rostbraun, sondern hat - ähnlich wie bei echtem Rost - eine matte, etwas grober strukturierte Oberfläche. 






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5. Mai 2017

Fröhliche Farben gegen den Schlechtwetterblues





Beim Discounter sind die Blumen taktisch klug kurz vorm Kassenband drapiert. Sozusagen die Quengelware für die Frau. Ich bin das gefundene Fressen. 
Heute war schon wieder so ein trüber, grauer Tag, und die Gerbera haben mich förmlich angestrahlt. Durften selbstverständlich in den Einkaufswagen und mit zu mir nach Hause.
Ich habe sie in Steckmasse drapiert und die Stellen, wo noch Steckmoos zu sehen war, mit Efeu von der Garagenwand kaschiert. Die Efeutute, die schon bis auf den Boden hing, habe ich endlich mal abgeschnitten, aussen rum gewunden und fertig. 











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30. April 2017

Rezept für den schokoladigsten Schokokuchen ganz ohne Mehl






Rezepte, die mich in Zeitschriften förmlich anspringen, werden ausgeschnitten, in Prospekthüllen eingetütet und abgeheftet. So auch dieses Rezept für einen Schokoladenkuchen, der so wunderbar schokoladig, saftig und weich ist, wie es besser kaum sein könnte. 

Was mir bei dem Rezept gefällt, es kommt kein einziges Gramm Mehl rein. Der Nachteil ist, man darf den Kuchen eigentlich nur in homöopathischen Dosen genießen. Der wandert sonst ohne Umwege direkt auf die Hüften.





Wenn ihr einem ausgemachten Schokofan diesen Kuchen backt - er wird euch die Füße küssen.

Hier das Rezept:

- 300 g Zartbitterschokolade
- 100 g Butter
- 100 g Zucker 
- 6 Eier getrennt
- 100 g Mandeln

Schokolade in Stücke brechen und im Wasserbad schmelzen.
Butter dazugeben und auflösen.
In eine Rührschüssel füllen und mit dem Zucker verrühren.
Die verquirlten Eigelbe dazugeben und die Mandeln unterrühren.
Eiweiß steif schlagen und unterheben.

Die Teigmenge ist ausreichend für eine Springform mit 24 cm Durchmesser bzw. eine entsprechende Auflaufform.

Ich habe den Kuchen bei 150 Grad Umluft 30 Minuten gebacken.















26. April 2017

Tulpen im Garten - so blühen sie jeden Frühling aufs Neue

Ein Frühling ohne Tulpen? Undenkbar! Wenn die ersten Sonnenstrahlen den Frühling einläuten, gehört bei mir ein Strauß Tulpen auf den Tisch. Das war schon als ganz junges Ding so. Auf dem Heimweg einen Abstecher in den Blumenladen machen und einen Arm voll Tulpen nach Hause tragen ist wie ein innerer Zwang. 

Inzwischen bin ich glückliche Gartenbesitzerin und habe, wie könnte es anders sein, selbstverständlich auch Tulpen im Garten.
Mein Farbschema im Garten ist eher lila - pink. Rote Tulpen mag ich aber auch. Damit die Farben sich nicht beißen, haben die roten eben im Vorgarten ihren Platz.










Gepflanzt werden die Tulpenzwiebeln im Herbst. So lange kein Frost herrscht, kann man das sogar Anfang Dezember noch machen.

Wenn die Tulpen verblüht sind, darf man nur die Blütenstände entfernen. Die Blätter dürfen auf keinen Fall jetzt schon abgeschnitten werden. Auch wenn es in den Fingern juckt, das Laub und die Stiele müssen stehen bleiben, bis sie unansehnlich braun sind und sich ganz mühelos mit der Hand entfernen lassen.  
Das ist deshalb so wichtig, weil die Zwiebel aus den Blättern Nährstoffe für die Blüte im nächsten Frühjahr zieht. Nur wenn man diese Geduld aufbringt, wird man im nächsten Jahr wieder mit Blüten belohnt.
Das gilt übrigens für Narzissen und alle anderen zwiebeligen Frühjahrsblüher genauso.

Damit das Laub möglichst unsichtbar vor sich hin welken kann, empfiehlt es sich, die Zwiebeln zwischen Stauden zu setzen. Wenn die Stauden durchtreiben, überwachsen sie nach und nach das gammelige Zeug.

In Gartenratgebern wird empfohlen, die Zwiebeln, insbesondere bei schweren Böden, die zu Staunässe neigen, auszugraben und erst im Herbst wieder einzupflanzen. Wir haben so einen Problemboden. Mach ich trotzdem nicht. Meine Tulpen kommen damit prima zurecht und blühen zuverlässig Jahr für Jahr aus Neue.

















17. April 2017

Dahlien vortreiben und - muss gute Blumenerde unbedingt teuer sein und in schweren Säcken daherkommen?

Dahlien sind für mich im Garten unverzichtbar. Es gibt sie in allen möglichen Variationen - in unterschiedlichen Pflanzhöhen und verschiedenen Blütenformen. Die Farbpalette reicht von zarten Tönen bis hin zu richtigen Krachern. Für jeden Geschmack ist also etwas dabei. Wählt man einfache, ungefüllte Blüten, lockt man zudem noch Bienen an. 
Verblühtes muss konsequent abgeschnitten werden. Dann dauert das Blütenspektakel den ganzen Sommer und Herbst.




Dahlien sind  kälteempfindlich. Wenn der erste Frost in die Pflanze fährt, wird sie unansehnlich. Das ist dann auch der richtige Zeitpunkt, die Knollen auszugraben, um sie bis zur nächsten Saison trocken und frostfrei in der Garage oder im Keller zu lagern.
Wenn im Frühjahr keine Fröste mehr zu erwarten sind, (nach den Eisheiligen) kann man sie wieder im Garten auspflanzen.

Damit meine Dahlien früher Blüten ansetzen, treibe ich sie ab März/April in Töpfen vor. Ich pflanze sie in Blumenkübel, gieße an und deponiere sie in der Garage, bis sich die ersten Triebe zeigen. Dann wandern sie an die geschützte Hauswand. In kalten Nächten werfe ich ihnen zum Schutz eine alte Decke über. An frostfreien Tagen dürfen sie Sonne und Tageslicht genießen.

Was Blumenerde angeht, heißt es ja immer: "Sparen Sie nicht an der falschen Stelle. Nehmen Sie eine gute. Das bisschen Erde im Topf ist alles, was die Pflanzen den Sommer über haben."
Ich kaufe Erde, ob im Garten- oder Baumarkt, immer da, wo ich gerade bin. Manchmal auch beim Discounter. Hat immer alles gleich gut funktioniert. Kürzlich hatte der Discounter Kokoserde in leichten, handlichen Pressplatten. Das sind Kokosfasern, die, in einen Eimer mit Wasser gelegt, zu richtiger Erde aufquellen. Im trockenen Zustand sind sie so leicht und kompakt, dass man sie in der Handtasche nach Hause tragen könnte.

Da mein kläglicher Restbestand an Blumenerde für alle Dahlienknollen bei weitem nicht ausgereicht hätte, habe ich von den Kokosplatten welche mitgenommen.
Ich war sehr, sehr skeptisch, ob die Kokoserde mit herkömmlicher Erde mithalten kann. Aber Versuch macht kluch. 
Einen Teil der Knollen habe ich in normale Blumenerde gesetzt, den Rest in Kokoserde. Bis zum Austrieb haben alle Töpfe die gleiche Aufmerksamkeit bekommen - nämlich gar keine.

Und hier das Ergebnis:



Der Austrieb in herkömmlicher Erde ist mehr zu erahnen als zu sehen.












Dagegen könnte man beim Austrieb in der Kokoserde fast schon von Pflanze sprechen. Was mich am meisten erstaunt hat - die Erde ist kräftig durchwurzelt. Auf dem Foto vielleicht nicht so gut zu sehen, aber die feinen, weißen Fäden auf der Erde sind Wurzeln. 










Wenn die Kokoserde den Sommer über auch noch den Langzeittest besteht, ist das in der nächsten Saison die Erde meiner Wahl.