Trotz Gartenarbeit saubere und samtweiche Hände






Endlich, endlich geht es wieder los. Die Zeichen stehen auf Frühling. Ich scharre schon lange mit den Hufen und will mich wieder im Garten austoben. 
Die Matten für den Winterschutz mussten dringend zurück in die Garage. Die Vögel haben sich immer wieder was abgerupft und davon getragen. Der Nestbau scheint in vollem Gang. Die gefiederten Freunde machen auch wieder ordentlich Radau. 

Das Unkraut sprießt und muss in Schach gehalten werden. Eine neue Clematis ist bei mir eingezogen. Die Dahlienknollen sind in die Erde versenkt, allerdings noch in Töpfen und an geschütztem Ort. 

Kurzum, ich wühle wieder in der Erde. Hach, wie ich das liebe! Nur blöd, dass Erde meine Hände unglaublich austrocknet. Bisher konnte ich mich in der Gartensaison von weichen, gepflegten Händen komplett verabschieden. Ein Nachmittag Gartenarbeit und meine Hände waren noch Tage danach wie Reibeisen. Selbst mit der besten Handcreme habe ich das nicht in den Griff gekriegt. 

Dabei ist es ganz einfach. Seitdem ich meine Hände schon vor der Gartenarbeit gründlich eincreme, ist die Haut nicht mehr rau. Eine besondere Handcreme benutze ich nicht, sondern die einfache Allzweckcreme aus der blauen Dosen mit dem weißen Schriftzug. 

Bleibt noch, die Gartenhände auch gründlich sauber zu bekommen.
Mit erdbeschmierten Händen durchs Haus laufen und noch Türklinke und Lichtschalter anfassen müssen, ist nicht so toll. Am besten bleibt der Dreck draußen und man wäscht sich die Hände am Wasserhahn im Garten. Aber wo soll man die Seife parken? 

Aus Hanfschnur, die als Paketschnur verkauft wird, habe ich mir ein Seifensäckchen gestrickt. Das hängt jetzt draußen am Wasserhahn. Die Fertigstellung hat gerade mal eine gute Stunde gedauert. Ich habe 15 Maschen angeschlagen und ein Rechteck gestrickt. Das Teil doppelt gelegt und mit festen Maschen rechts und links zusammen gehäkelt. Aus Luftmaschen und einer Reihe Kettmaschen einen Aufhänger dran gehäkelt und ein Stück Kordel zum zusammenziehen durchgezogen. Fertig. 









Einen Designpreis werde ich damit bestimmt nicht gewinnen. Aber mit dem Säckchen kann ich Seifenreste, die ich normalerweise wegwerfen würde, komplett verbrauchen. Man hat damit genug in der Hand. Ich wasche mir die Hände mit dem Säckchen wie mit einem herkömmlichen Seifenstück. Und durch die grobere Struktur kann ich hartnäckigeren Dreck super abrubbeln. 
Damit ich nicht vergesse mir die Hände danach wieder gut einzucremen, parkt ab jetzt eine Cremedose in meiner Tasche für Gartenwerkzeug. Diesen Sommer habe ich garantiert immer Samtpfötchen.



Zu lesen bei Creadienstag

Kreative Produktnamen prägen sich ein - aber Naketano hat diesbezüglich voll ins Klo gegriffen

Kürzlich landete ein Einkaufsgutschein von Naketano in meinem Mail-Postfach. Für alle, denen der Name nichts sagt  - unter diesem Label wird sportliche Oberbekleidung verkauft.  Nicht unbedingt zum Schnäppchenpreis, aber von guter Qualität. Wie mir meine Tochter erzählte, sind vor allem die Sweat-Shirts gerade schwer angesagt.

Ich hätte gerne eine neue Jacke. Mit dem Gutschein von Naketano würde ich einen Rabatt von immerhin 20% erhalten. Also habe ich mich im Online-Shop mal umgesehen. Ich bin auch schnell fündig geworden - aber bei genauerem Hinsehen ist mir die Kinnlade runtergeklappt. Und irgendwann hatte ich sowas von Blutdruck!


Die Produktnamen lesen sich wie aus dem Schmierheft eines Pubertierenden, der mit seinen Hormonen noch nicht klar kommt.


Da gibt es eine Jogginghose "Na Du Arschloch", einen Hoody "Dirty Schmierlappen". Das sind noch die harmlosen Bezeichnungen.
Es geht weiter mit "Glitzermuschi", "Schmutzmuschi", "Bisschen Titten Streicheln", "Loss Ma Ficking Machen" .......... Die Geschmacklosigkeiten alle aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen.

Welcher Schmierlappen durfte denn da denn da seine Kreativität ausleben?


Egal wie schön, hochwertig und fair und umweltverträglich die Sachen produziert sein mögen - sorry, aber an mir verdient Naketano keinen Cent mehr. 

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Geldgeschenke fantasievoll verpacken - DIY




Geldgeschenke zu Geburtstagen sind nicht besonders originell. Aber bei Teenagern und jungen Leuten, die es noch nicht so dicke haben, kommt Geld immer gut an. Auch läuft man so nicht Gefahr, geschmacklich komplett daneben zu hauen. Die Kohle aber einfach nur in einem Briefumschlag zu überreichen, ist für mich ein absolutes No-Go. Wenn ich mir schon den Weg durch die Kaufhäuser oder die Googelei sparen kann, darf die Verpackung etwas mehr her machen.

Kürzlich hatte die Tochter Geburtstag. Da sie häufig über einen leeren Kleiderschrank klagt - aber welche Frau tut das nicht - war eine Finanzspritze zum Klamottenkauf das Naheliegende. Und worin wird Kleidung im Idealfall aufbewahrt? Im Kleiderschrank. Also habe ich das Geld in einem gebastelten Kleiderschrank deponiert.

Ein kleiner Karton war die Basis. Der Deckel sollte zur Schranktür werden. Die Einstecklaschen mussten deshalb ab.




Den Karton habe ich innen und außen mit Geschenkpapier beklebt. 
Dafür lassen sich Reststücke noch gut verwerten. Auch Tapetenreste, schöne Kalenderblätter usw. sind geeignet. Die leider etwas unsauber gearbeiteten Kanten habe ich mit Washi Tape kaschiert. 





Als Türgriff dient ein doppelt gelegtes Stückchen Korkstoff. Den Pappendeckel mit dem Stoff habe ich kurzerhand unter die Nähmaschine gelegt und den Griff mit Zick-Zack-Stich (breite Einstellung, Stichlänge 0) festgenäht. Hat hervorragend funktioniert. Wär nur schön gewesen, wenn ich auch die Mitte richtig getroffen hätte.





Für den Einlegeboden habe ich ein schmales Pappstück an jeder Seite ca. 1 cm umgeknickt und an die Schrankwände geklebt.




Als Kleiderstange dient ein Stück Band, ebenfalls an die Seitenwände geklebt. 



Jetzt musste der Schrank noch bestückt werden. Kleid und Hose sind aus Stoffresten. Wenn man im Stoffbruch schneidet, wird es symmetrisch. Damit die "Wäschestapel" nicht aus den Schrankfächern purzeln, habe ich sie mit Tesa fixiert. (Den Tesafilm zum Ring zusammenkleben. So entsteht doppelseitiges Klebeband). Jetzt fehlt nur noch eine stilsichere Shopping-Begleitung.



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Vlieseline falsch aufgebügelt? Keine Panik, die bekommt man rückstandslos ab





Ist es bei euch auch so bibberkalt? Hier pfeift zusätzlich ein fieser Wind, so dass man sich jeden Ausflug an die frische Luft dreimal überlegt. Eigentlich auch gut so. Für Gartenarbeit hätte sowieso keine Zeit. Die Nähmaschine ruft. Märkte wollen vorbereitet werden. Am Sonntag geht's los mit Zucker für die Seele.

In meinem Schaffensdrang wurde ich neulich jäh ausgebremst. Ich Depp habe die Vlieseline aufgebügelt und der Stoff lag nicht richtig glatt. Blöderweise hat der Stoff für einen neuen Zuschnitt nicht mehr gereicht. 


Sollte euch mal ein ähnliches Malheur passieren, nicht verzagen. Der Stoff ist zu retten.


Die Vlies sofort wieder abziehen. Das klappt aber leider nur mit der obersten Schicht. Bei der Klebeschicht, die durch das Aufbügeln fest mit dem Stoff verbunden wird, ist Geduld gefragt.
Legt ein Stück Backpapier auf den Stoff und bügelt ihn. Die Hitze lässt die Verklebung wieder weich werden und ihr könnt sie runter pulen. Ist ein bisschen mühselig und geht nur Stück für Stück.  Aber je teurer der Stoff umso lohnenswerter der Aufwand. :)))  Zwischendurch immer wieder bügeln.
Wenn das Zeugs ab ist, bleiben wahrscheinlich noch so fiese Pickel übrig, die man auf der rechten Stoffseite auch fühlen kann. Jetzt könnt ihr wieder entspannen. Die gehen recht einfach ab. 



Dazu braucht ihr saugfähiges Papier (Küchenkrepp, Klopapier, Serviette). Das Papier wie gehabt auf den Stoff legen und bügeln. Die Klebepünktchen schmilzen und werden vom Papier aufgesogen, ähnlich wie bei mit Kerzenwachs versauten Tischdecken.
Anschließend ist der Stoff wieder wie neu. 


Blumen sind das Lächeln der Erde - Einfache Bastelanleitung für eine Vase






Als ich heute morgen aus dem Fenster schaute, bin ich erst mal wieder zurück geprallt und musste die Augen nochmal fest zu machen. Irgendetwas blendete. Und zwar ganz gewaltig. Ich war irritiert. Als sich meine Augen an die Helligkeit etwas gewöhnt hatten, wollte ich der Sache auf den Grund gehen. 
Am Himmel war eine helle, runde Scheibe zu sehen. So hell, dass ich sie nur mit zusammengekniffenen Augen betrachten konnte. Von dieser merkwürdigen Scheibe verteilte sich das Licht ringsum strahlenförmig weiter. Was zur Hölle konnte das sein? Ich habe gegrübelt, das heilige Google-Orakel befragt - und plötzlich schoss mir die Erkenntnis ins Hirn. Ja klar, die Sonne!!! Am Himmel stand tatsächlich hell und leuchtend die Sonne! Die hatte ich so lange nicht mehr gesehen, dass ich deren Existenz gar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Tja, und dann habe ich in persönlicher Bestzeit das Allernötigste erledigt, die Brille und die Kameralinse geputzt und bin raus, um den Garten nach langer, langer Zeit mal wieder in Augenschein zu nehmen.

Die milden Temperaturen der letzten Zeit haben die Vegetation kräftig vorangetrieben. Die Blätter der Tulpen und Narzissen schauen bereits weit aus der Erde. Auch der Zierlauch steht schon ordentlich hoch. Die Zwiebeln habe ich mir letzten Herbst aus Amsterdam mitgebracht. Ich hoffe inständig, dass ihnen künftiger Frost nicht schadet. Der Winter ist schließlich noch nicht durch. 
Um die schon blühende Glockenblume mache ich mir keine Sorgen. Glockenblumen wachsen bei uns wie Unkraut.



Nachdem ich all das frische Grün hinreichend bewundert hatte, bin ich zum Lieblingsfloristen gepilgert, um mir den Frühling auch ins Haus zu holen. Auf dem Weg dorthin habe ich Merkwürdiges gesehen. Nicht nur, dass Vorgärten immer mehr zu Steinwüsten verkommen. Es gibt doch tatsächlich Leute, die sich Plastikpflanzen in ihre Blumenkästen setzen. Hässliche Plastikblumen für draußen! Haste da noch Töne! Bis zum Blumenladen schüttelte mein Kopf völlig unkontrolliert immer weiter.

Mit nach Hause gebracht habe ich einen ganzen Arm voll Blumen. Unter anderem zwei Sträußchen Traubenhyazinthen. Ich finde diese kleinen Sträuße ausgesprochen niedlich. Ich habe bloß keine passenden Vasen dafür. Ein schnödes Wasserglas wollte ich ihnen nicht antun. Also bekamen sie ein schickes Gefäß Marke Eigenbau. Und so habe ich es gemacht.

Zutaten:
- ein leeres Marmeladenglas (saubere Konservendose geht auch)
- ein bisschen Geäst aus dem Garten oder der freien Natur 
- einen Haushaltsgummi
- Dekoband, dicke Wolle oder Ähnliches 

Den Haushaltsgummi habe ich um das Marmeladenglas gespannt und die Zweige auf die benötigte Länge abgschnitten. Sie sollten das Glas ein bisschen überragen. Die Zweigstücke habe ich ringsum dicht an dicht zwischen Glas und Gummiband geklemmt. Besonders gern mag ich die mit Flechten überwachsenen Zweige.








Zum Schluss habe ich den Gummi mit Wollfilz kaschiert. Jetzt nur noch Wasser ins Glas, mit Blümchen bestücken und rubbeldiekatz zieht der Frühling ins Haus. 







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