18. August 2017

Die Dahlie - die wahre Königin der Blumen


                              
Landläufig trägt die Rose den Titel "Königin der Blumen". Die Dahlie hat ihn mindestens in gleichem Maße verdient.









Es mag Gründe geben, sich gegen Dahlien im Garten zu entscheiden.
Sie machen Arbeit - im Herbst zum Überwintern ausgraben, im Frühjahr wieder einpflanzen, Verblühtes regelmäßig ausputzen. Und Schnecken haben sie zum Fressen gern. 

Es gibt aber mindestens genauso viele Gründe dafür.
Sie besticht durch Sortenvielfalt und ein großes Farbspektrum. Sie gedeiht auch im Kübel. Wenn sie erstmal durchgestartet hat, blüht sie pausenlos und unermüdlich bis zum Frost. Ihre Blüten bringen selbst graue, trübe Tage zum Leuchten. Die Farben können da für mich gar nicht knallig genug sein. Das darf gerne ein bisschen in den Augen weh tun. 

In der Vase halten Dahlien nicht so richtig lange. Wenn man sie aber im Garten oder vom Feld schneiden kann (ich plünder meine Dahlien so ungern), sind die Blüten auf jeden Fall top-frisch und halten ein bisschen länger. Bloß noch etwas Beiwerk und man kann seine eigenen Sträuße und Gestecke kreieren. 











Wenn Rosen in der Vase langsam anfangen zu welken, zupfe ich die äußeren, braunen Blütenblätter einfach ab. Für zwei bis drei weitere Tage ist der Strauß dann noch ansehnlich. Bei Dahlien funktioniert das nicht. Sobald die ersten Blättchen ab sind, trudeln die anderen ganz bald hinterher. Man kann die Haltbarkeit von vornherein etwas verlängern. Dafür die Stiele ziemlich kurz abschneiden und die Blumen in gut gewässertem Steckmoos arrangieren.

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15. August 2017

Saumzugaben mit dem selbst gemachten Kantenformer umbügeln - einfach und schnell




Um uns alle anfallenden Arbeiten rund um Haushalt, Garten und Hobby so bequem wie möglich zu machen, gibt es ja fast nichts, was es nicht gibt. Manches ist sinnvoll und erleichtert die Arbeit tatsächlich ungemein. Manches ist einfach nur Schnickschnack, über dessen Anschaffung man einfach nochmal ein paar Nächte schlafen sollte. Und das ein oder andere lässt sich aus Material, dass eh schon vorhanden ist, leicht selbst herstellen.

Immer genervt hat mich, Saumzugaben exakt abzumessen und umzubügeln. Um es mir einfacher zu machen, bin ich dabei auch schon besonders schlau vorgegangen, habe das Handmaß auf den Stoff gelegt, den Saum bis zur gewünschten Zentimerzahl hochgeklappt und drüber gebügelt. Auch über das Handmaß. Ließ sich nicht vermeiden. Blöderweise hat sich das Teil dabei verformt. Hätte ich mal vorher mein Hirn eingeschaltet! Das Handmaß ist aus Kunststoff, und Kunststoff hat nun mal die Eigenschaft, sich bei Hitze zu verformen und zu schrumpfen. Und selbst wenn es damit funktionieren würde, mit einem Handmaß von wenigen Zentimetern Breite schafft man nicht wirklich Strecke.

Im Internet habe ich eine Bügelschablone gefunden, den sogenannten Kantenformer. Der Kantenformer hat eine Zentimetereinteilung. Er wird auf den Stoff gelegt, der Saum bis zur gewünschten Zentimeterzahl hochgeklappt und dann wird drübergebügelt. (s.o.) Im Gegensatz zum Handmass ist der Kantenformer hitzebeständig. 
Mit so einem Teil habe ich lange geliebäugelt. Beim großen Online-Versand für alles Mögliche kosten Kantenformer je nach Größe und Ausführung zwischen 12,50 € und 26,30 €. 
Das war mir zu teuer. Haben wollte ich so was aber immer noch.

Wenn mich irgendwas umtreibt, grübel ich immer wieder drüber nach, bis es irgendwann "klick" macht und ich denke : "Jepp, so könnte es gehen".


Aus einem Stoffrest und einem übrig gebliebenen Stück Decovil habe ich mir meinen Kantenformer zum Nulltarif selber gemacht. Decovil fühlt sich ein bisschen lederartig an, wird auf den Stoff gebügelt und sorgt für Festigkeit. (Ideal als stabiler Taschenboden) Vlieseline geht auch. Die ist nicht ganz so fest, notfalls nimmt man eine doppelte Lage. 

Und mit welchem Stift kann man die Zentimeter-Einteilung aufzeichnen? Er soll dauerhaft halten und auf keinen Fall den Stoff versauen. Da ist mir nix eingefallen. Deshalb habe ich mit Garn in Kontrastfarbe Markierungsnähte gesetzt. Mit dem Kantenlineal geht das präzise, gerade und im genauen Abstand.







Die Skalierung lässt sich nach Bedarf fortsetzen. Fürs Erste reicht mir das so.



Die Stoffseite zeigt nach oben. Das Bügeleisen fährt nur über den Stoff. Das Decovil liegt unten und bekommt dadurch nicht so viel Hitze ab. Bleibt also alles schön in Form.


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11. August 2017

Rispenhortensie Vanilla-Fraise - der gewachsene Blumenstrauß





Mit ihren großen, schweren Blütenständen sind Hortensien eine Augenweide und für schattigere Gartenbereiche die idealen Blütensträucher. Vom Frühsommer bis in den Herbst verzaubern sie mit ihren Blüten. Über den Sommer werden die Blütenfarben etwas matter, eben herbstlicher. Manche Sorten verändern sogar komplett die Farbe.

Neben einigen Ballhortensien habe ich auch eine Rispenhortensie, die Sorte Vanilla-Fraise. Sie hat große, ovale Blüten. Die Blütenfarbe ist anfangs weiß und wechselt im Laufe des Sommers zu rosa bis hin zu einem leichten Rot.

Anders als bei ihren kugelig blühenden Schwestern kann man beim Rückschnitt von Rispenhortensien nichts falsch machen.
Bei den meisten Ballhortensien darf man nur sehr moderat schneiden, da sonst die Blüte ausbleibt. Rispenhortensien vertragen einen Radikalschnitt. Ich schneide meine jedes Frühjahr auf etwa 30 cm zurück. Das ist noch ein gutes Stück bis unter den Rand der Staudenstütze. Sie treibt wieder willig aus und blüht zuverlässig.
Was mir besonders gut gefällt - in dem Stützrondell wirkt die Hortensie mit ihren überhängenden Blüten wie ein großer, üppiger Blumenstrauß.






Die größte Blüte hat mich so beeindruckt, dass ich doch tatsächlich mal nachgemessen habe. Bekloppt, ich weiß. Sie ist sage und schreibe 33 cm lang und hat einen Umfang von gigantischen 60 cm.



Und dieser kleine Krabbler scheint sich zwischen den Blüten äußerst wohl zu fühlen.




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9. August 2017

Blitzschnelle Tomatensoße





Nudeln mit Tomatensoße - von Kindern heiß geliebt. Jetzt im Sommer gibt es frische Tomaten satt, die wunderbar aromatisch schmecken.  

Ein richtig gute Tomatensoße braucht ihre Zeit. Damit sie die richtige Konsistenz und den unvergleichlich fruchtigen Geschmack hat, muss sie eine Weile vor sich hin köcheln. Deshalb nimmt man, wenn es mal schnell gehen muss, gerne fertige Tomatensoße aus dem Glas. Das muss nicht sein. 


Ein Rezept für eine blitzschnelle Tomatensoße hat Yvonne Willicks vom WDR mal preisgegeben. Die ist so schnell und gekocht und im Geschmack so überzeugend, dass sie bei uns öfter mal auf den Tisch kommt. Wenn die Nudeln gekocht sind, ist auch die Soße fertig. Versprochen.

Wenn unerwartet Gäste mit am Tisch sitzen, ist das gar kein Problem. Die Zutaten lassen sich gut bevorraten. Statt frische Tomaten kann man auch guten Gewissens auf Tomaten aus der Dose zurückgreifen. Dass die frische Variante gesünder ist, trifft bei Tomaten nicht zu.





Blitztomatensoße

- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 425 g Tomaten (frisch oder aus der Dose)
- 2 Esslöffel Tomatenmark
- 100 g getrocknete Tomaten in Öl*
- 1 Esslöffel Honig
- Salz, Pfeffer
- Basilikum

*Statt Tomaten in Öl kann man auch lose, getrocknete Tomaten nehmen. Oder selber trocknen. Dann müssen die Tomaten ca.15 Minuten in heißem Wasser eingeweicht werden.
Die Tomaten aber unbedingt schon eingeweicht (und abgetropft) wiegen. Sonst wird die Soße zu sauer. 

Zwiebeln grob zerteilen, Tomaten abtropfen lassen und alle Zutaten in den Mixbecher geben und pürieren. Die Soße braucht dann nur noch erwärmt zu werden. Also wirklich ruck zuck fertig.
Da ich den Geschmack von rohen Zwiebeln nicht so mag, dünste ich sie in etwas Öl an.
Honig in der Soße mag befremdlich klingen. Aber ich versichere euch, das schmeckt. Alternativ geht auch Ahornsirup.

Nicht nur in der einfachen Version mit Spagetti und etwas Parmesan ist die Soße lecker. Wenn es mal etwas feiner sein soll - mit Lachs und frischen Bandnudeln macht sie richtig was her. 
Oder es darf etwas deftiger sein? Tortellini und Soße in eine Auflaufform geben, geriebenen Cheddar drüber streuen und ab damit in den Ofen.
Ich finde, kalt ist die Soße ein guter Ketchup-Ersatz. Mit Ingwer oder Chilli bekommt sie die entsprechende Schärfe. Sie muss allerdings bald verbraucht oder eingefroren werden.



Auch zu sehen bei facile et beau

4. August 2017

Sommerlich frische Brombeer-Quarktorte mit farblich passender Tischdeko






Mit sommerlich frisch verbindet man automatisch kalorienarme Leichtigkeit, stimmt's? Da muss ich euch leider enttäuschen. In der Torte sind nicht nur Beeren und Quark, sondern auch noch ordentlich Mascarpone. Und ein klitzekleines bisschen Sahne. Mascarpone enthält sage und schreibe 80% Fett. In Worten: Achtzig!! Da kann man die paar Prozent Fett in der Sahne fast vernachlässigen. Trotzdem oder gerade deswegen schmeckt die Torte geil lecker.Und hey, es ist Obst drin. Und Obst ist gesund.

Beeren sind, was Vitamine und Mineralstoffe angeht, wahre Kraftpakete. Momentan kann ich täglich Brombeeren ernten. Zum so essen viel zu viele. Also müssen sie anderweitig verarbeitet werden. 

So wird die Torte gemacht:

Für den Biskuitboden 
3 Eier und 125 g Zucker so lange schlagen, bis eine dicke, gelbe Creme entstanden ist.
75 g Mehl und 1 knappen Teelöffel Backpulver unterrühren.
Teig in eine Springform füllen und ca. 30 Minuten backen.

500 g Quark, 500 g Mascarpone, ca. 400 g pürierte Beeren und
75 g Zucker (kommt ein bisschen auf die Süße der Beeren an) 
miteinander verrühren.

2 Glatt Gelatine auflösen* und unterrühren. (Wenn gefrorenes Obst verwendet wird, 4 Blatt Gelatine nehmen. Gefrorene Früchte ziehen mehr Saft.)

*Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Gut ausdrücken und im Topf bei geringer Hitze auflösen. Ein paar     Löffel von der Creme in die Gelatine rühren. Dann alles mit der restlichen Creme verrühren. 

Wenn die Gelatine anfängt zu binden, 200 ml geschlagene Sahne unterheben.
Die Creme auf den Tortenboden geben und die Torte mehrere Stunden kalt stellen.
  
Und weil die Bartnelken so schöne Beerentöne haben, ist das heute der Tischschmuck. Die Fette Henne lockert den großen Strauß zwar schön auf, lässt mich aber auch ein bisschen wehmütig werden. Zeigt sie doch, dass der Herbst mit großen Schritten naht und die Gartensaison sich unweigerlich dem Ende neigt. 










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